Preise – ein Plädoyer

Einmal Baum fällen, was kostet das?

Wir wissen, dass wir oft nicht die billigsten Anbieter sind.
Schnäppchenjäger auf der Suche nach dem billigsten Angebot müssen wir an andere Firmen verweisen – zumindest bis sie sich dann wieder an uns wenden, damit wir die Schäden dieser vermeintlichen Sparmaßnahmen wieder beheben.

Sie können bei uns auf gute fachliche Arbeit und die Verwendung qualitativ hochwertiger Produkte zählen.

Darüber hinaus gibt es etwas, das sich nur mit Berufsehre beschreiben lässt. Es meint neben Verantwortungsbewusstsein und Gewissenhaftigkeit auch den ehrlichen und offenen Umgang mit Ihnen als Kunden;
Das heißt:

  • Ihnen als Kunden keine falschen Versprechungen machen; selbst wenn es für uns ein willkommenes Geschäft werden könnte.
  • Offen zugeben, wenn Sie mit der Vergabe eines Auftrags bei einer anderen Firma besser abschneiden.
  • Einen Auftrag abzulehnen, wenn wir begründete Einwände haben.
  • Und: Arbeit ordentlich zuende führen, auch wenn die Zeit drängt.

Unsere Preise sind sauber und nachvollziehbar kalkuliert. Die Frage:“ Kommt denn da noch was zu?“ brauchen sie uns nicht zu stellen. Grundlage unserer Kalkulation sind die Tariflöhne an die wir uns gebunden fühlen.

Wie kommt es denn dann in der Branche zu so großen Preisunterschieden?

Da ist die Pflanzware, die in der gleichen Größe bei der einen Baumschule doppelt so teuer ist wie bei der anderen. Oder die Gartenbaufirma, die für eine Fällung X € veranschlagt und dann kommt jemand und bietet die Fällung kostenlos an – in Gegenleistung für das Brennholz, das er sich mitnehmen darf. Der Kelleraushub ist nicht so teuer – den „Boden“ verteilen wir dann gleichmäßig im Gelände. Oder das Gutachten, in dem versichert wird, dass der Baum noch in hundert Jahren steht …
Wie kann das sein? Tatsächlich gibt es einige Faktoren, die sich nicht auf den ersten Blick erschließen.

Der Unterschied zwischen billig und preiswert?

Für das Gutachten bezahlte der Kunde 500,00 Euro – doch war es keinen Pfifferling wert, weil es nur mündlich erteilt wurde und zudem gefährlich falsch war:
Der Baum musste dringend gefällt werden. Den Boden darf kein Bauherr ohne Genehmigung verteilen, er riskiert empfindlich hohe Strafzahlungen; Die Fällung ging leider schief: Der Baum fiel in das Nachbarhaus. Und die günstige Pflanzware ist komischerweise nie angegangen. Leider keine Schreckgeschichten, sondern tatsächlich so passiert.
Dort wird mit unversicherten und ungelernten Hilfsarbeitern gearbeitet, hier wird schlechte Ware teuer weiterverkauft. Immer wieder kommt es zu Unfällen, ja sogar Todesfällen … Und als wäre das nicht tragisch genug … dreimal dürfen Sie raten, wer auf den Kosten sitzenbleibt, wenn dann doch mal was kaputtgeht, die Firma nicht versichert ist Insolvenz anmeldet …

Der Geiz des Kunden ist geil – aber meist für den Verkäufer!
Oder glauben sie wirklich, dass jemand großzügig auf seinen Verdienst verzichtet, einfach aus Nächstenliebe? Ein Auto oder ein Elektroartikel ist genormt; anders ist es mit Dienstleistungen wie der unseren. Aber auch hier bekommen Sie keineswegs die gleiche Leistung für weniger Geld. Sie können nur die Qualität nicht direkt erkennen.

Problem: Qualifikation

Unsere Branche hat im Grunde nur ein Problem: Tatsächlich darf sich jeder ohne irgendwelche Kenntnisse als Garten- und Landschaftsbauer selbstständig machen – die Bezeichnung ist nicht geschützt.
So kommt es, dass zuweilen ein interessierter Kunde mehr weiß als die selbsternannte Fachkraft vor Ort. Der Garten- und Landschaftsbau, eigentlich ein hochqualifiziertes Berufsfeld, verliert so zunehmend an Wertschätzung.
Die Berufsverbände resignieren schon lang; auch seitens der Politik wird die Arbeit der Branche entwertet, indem suggeriert wird, dass ein Großteil unserer Tätigkeiten durch ungelernte 1-Euro-Jobber erledigt werden kann. Dass dem mitnichten so ist, kann man zum Beispiel am Zustand der öffentlichen Grünanlagen erkennen:
Schöne alte Bäume werden brutal verstümmelt, andere Gehölze im praktischen Kastenschnitt entstellt, Parks und Spielplätze werden pflegeleicht zugemulcht. Die Verwaltungen tun so, als wäre dies kein öffentlicher Raum sondern ihr Privateigentum, an dem sie ihrer Sparlust frönen dürfen. Die Lebensqualität der Städte und ihrer Einwohner lässt man außer Acht für ein kleines Lob des Kassenprüfers. Kein Wunder, dass niemand mehr weiß, was fachlich gute Arbeit ist, wenn selbst Fachbehörden nur noch schulterzuckend vorbringen, dass sie ja kein Geld haben.

Leisten Sie sich den Fachmann!

Gerade deswegen ist es wichtig, eine Fachkraft zu haben, die die Qualität beurteilen und gegenüber dem Kunden begründen kann!

Und daran erkennen sie Fachfirmen:

  • Schutzkleidung: Sie halten sich an die Unfallverhütungsvorschrift, tragen entsprechende Schutzkleidung Sie beschäftigen ausgebildete und versicherte Fachkräften.
  • Preiskalkulation: Tatsächlich ist ein höherer Preis oft ein Indiz für die Seriösität des Unternehmens. Gewerbeanmeldung, korrekte Schutzkleidung, Versicherung, Wartung der Geräte und fairer Lohn für die Mitarbeiter plus Abgaben kosten schlicht und einfach Geld.
  • Kein Lohndumping: Suchen sie nach dem günstigsten Anbieter, ziehen sich Fachfirmen in der Regel zurück.
  • Abgabe von Pauschalpreisen ohne Baustellenbesichtigung: Ein zusätzliches Indiz für unseriöse Anbieter ist die Abgabe pauschaler Preise ohne vorherige Besichtigung der Baustelle. Gerade bei Fällungen ist für eine solide Kalkulation und minimales Risiko für alle Beteiligten ein Ortstermin mit dem Fachmann unerlässlich. Nur er hat die nötige Erfahrung, um den erforderlichen Logistikaufwand sowie eventuelle Risikofaktoren einschätzen zu können.

Wir vom Fach verstehen unsere Aufgabe so: Ordentliche Arbeit gegen ordentliches Geld! Wir lieben unseren Beruf, aber er ist nicht nur ein Hobby. Wir leben davon.

Dipl.-Ing. Jan Landen
Landen Gartenbau und Baumpflege

Danke!

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